Konsequenter Schutz
Die Ereignisse rund um die homophoben Anfeindungen gegen Lea Blattner haben leider verdeutlicht, dass politische Exponiertheit heute vermehrt mit persönlichen Angriffen verbunden ist. Die EVP hält unmissverständlich fest, dass Homophobie, Hass, Drohungen und Diskriminierung in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz haben dürfen und in der EVP nicht toleriert werden. Zudem reagiert die EVP darauf mit strukturellen Verbesserungen:
- Unabhängige Meldestelle: Eine externe Anlaufstelle ermöglicht es betroffenen Parteimitgliedern, Vorfälle von Hass, Drohungen oder Belästigungen vertraulich zu melden und professionelle Unterstützung zu erhalten.
- Rechtliche Unterstützung: In Zusammenarbeit mit einer Anwaltskanzlei, welche in solchen Fällen über ausgewiesene Erfahrung verfügt, unterstützt die EVP betroffene Mandatsträger/-innen künftig gezielt bei rechtlichen Schritten gegen Urhebende von Hassnachrichten, Drohungen und anderen Angriffen.
Mit diesen Schritten unterstreicht die EVP den hohen Stellenwert ethischer Werte wie Nächstenliebe und Respekt. «Die Menschenwürde ist unantastbar – das gilt selbstverständlich unabhängig der sexuellen Orientierung. Wer Menschen angreift oder diffamiert, widerspricht den Grundwerten der EVP fundamental», betont EVP-Parteipräsidentin Lilian Studer.
Parteiinterne Aufarbeitung
Die EVP arbeitet die Ereignisse rund um den Rücktritt von Lea Blattner intern auf. Rasch zeigte sich, dass die zuständigen Stellen kein ausreichendes Bild der Situation von Lea Blattner hatten. Gleichzeitig verfügte die Partei bislang über wenig Erfahrung im Umgang mit gezielten Anfeindungen gegen einzelne Mitglieder.
Die EVP zieht daraus Konsequenzen: Künftig sollen Betroffene frühzeitig begleitet und Hinweise systematischer aufgenommen werden. Die neue Meldestelle ist ein zentraler Bestandteil dieser Verbesserungen.
Einordnung von Homophobie-Vorwürfen
Im Zuge der öffentlichen Berichterstattung wurde der EVP ein generelles Homophobie-Problem zugeschrieben. Die EVP nahm diesen Vorwurf ernst und ging dem nach. Bis heute bestehen keine konkreten Hinweise. Im Rahmen der Aufarbeitung konnten insbesondere keine Hassnachrichten oder homophoben Angriffe EVP-Mitgliedern zugeordnet werden. Die EVP hält klar fest: Diskriminierung und Herabwürdigung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung widersprechen den Grundwerten der Partei und werden nicht toleriert.
Dank
Lea Blattner hat die EVP und die JEVP in den vergangenen Jahren engagiert mitgeprägt. Ihr Rücktritt aus dem Parteivorstand sowie der bevorstehende Rückzug aus dem Präsidium der JEVP Schweiz per 18. April markieren das Ende einer intensiven Zusammenarbeit. Die EVP dankt Lea Blattner für die geleistete Arbeit und wünscht ihr für ihre weiteren politischen Tätigkeiten alles Gute.
Die EVP wird den eingeschlagenen Weg der Aufarbeitung weitergehen und ihre Strukturen gezielt stärken, um ihren Mitgliedern ein sicheres und respektvolles politisches Engagement zu ermöglichen.